Beckenbodenbewusstsein

Der Beckenboden bildet das Fundament unsers Körpers. Vom Zustand unserer Basis, die gleichermaßen Stabilität und Beweglichkeit erfordert, hängt es ab, wie wir uns durch die Welt bewegen. Ein entspannter und gut durchbluteter gleichzeitig, elastisch - kräftiger Beckenboden stärkt Lebenskraft und Lebensfreude.
Die Beckenbodenarbeit eignet sich zur Behandlung und Vorbeugung einer Vielzahl von Problemen rund um Becken und Rücken: Rückenschmerzen, Gelenkprobleme, Blasen- und Vaginalinfektionen, Unfruchtbarkeit, Wechseljahresbeschwerden, Blasen- und Darmschwäche, Gebärmuttersenkung, Prostatabeschwerden, sexuelle Empfindungsstörungen u. a. Es verbessert die Körperhaltung und fördert die Durchblutung des Beckens. Dadurch werden die Organe in ihren Funktionen unterstützt. Die Beckenbodenarbeit ist leicht erlernbar und lässt sich gut in alltägliche Bewegungsabläufe integrieren.
In meiner Praxis biete ich Einzelberatungen und -therapie sowie Beckenbodenarbeit in Gruppen an. bbHäufig ergänzen sich naturheilkundliche Behandlung (z.B. Homöopathie und Fußreflexzonentherapie) und Beckenbodenarbeit sehr gut.


Behandlungshonorare:


60 Minuten: 50.00 - 60.00 €

Ermäßigung nach Absprache möglich.
Privat und Zusatzversicherten werden in der Regel die Kosten erstattet.

Seminartermine und Kursgebühren:  siehe unter Termine und Seminare


Wissenswertes über den Beckenboden

Der Beckenboden ist eine wichtige Muskelgruppe mit weitreichender Bedeutung für Gesundheit und Wohlbefinden. Er besteht aus drei Schichten, die miteinander verwoben sind und in enger Verbindung mit vielen anderen Muskeln, besonders der Rücken-, Bauch-, Oberschenkel- und Beckenmuskulatur stehen. Er hat eine wichtige Bedeutung sowohl für die Sexualität als auch für Schwangerschaft und Geburt. Durch seine Haltefunktion unterstützt er eine gute Haltung und den aufrechten Gang, durch die Funktionen des Öffnens und Schließens wird die Ausscheidung über Blase und Darm mit reguliert. Der Beckenboden ist mit der Bewegung des Zwerchfells verbunden und darüber auch am Atemgeschehen beteiligt. Die Organe im kleinen Becken sind getragen von dem „Wunderwerk“, das in seiner Bedeutung für die Gesundheit bisher noch zu wenig Beachtung findet.

Probleme des Beckenbodens

Laut Statistik haben über 50% der über 60-jährigen Beckenboden- und Blasen-Probleme. Zunehmend sind auch jüngere Menschen betroffen. Wenn man sich die Zahlen anschaut, wird schnell deutlich, dass es sich lohnt, rechtzeitig zu beginnen, etwas für die Beckenbodengesundheit zu tun. Durch die Steigerung der Lebenserwartung bekommen die Folgen eines schwachen Beckenbodens eine neue Dimension.
Das bekannteste Problem im Zusammenhang mit dem Beckenboden ist die Harn- und Stuhlinkontinenz, von der häufig auch schon jüngere Menschen betroffen sind. Bei dem Thema geht es nicht nur um organisch-medizinische Probleme, sondern es beinhaltet psychologische, soziale, partnerschaftliche und sexuelle Dimensionen.

Frau und Mann

Frauen leiden durch Geburten und aufgrund der anatomischen Gegebenheiten häufiger an Organsenkungen und Organvorfällen. Weniger bekannt ist, dass auch Männer von der Beckenbodenarbeit profitieren können. Männer haben im Gegensatz zu Frauen selten einen zu schwachen, dafür eher einen zu wenig elastischen Beckenboden. Das begünstigt Prostatabeschwerden, Inkontinenz nach Prostataoperationen, Leistenbruch, und Impotenz. Themen, die Frauen und Männer gleichermaßen betreffen, sind u.a. Rücken- und Gelenkprobleme, Hämorrhoiden, sowie mangelndes sexuelles Empfinden.

Aufgrund von sexuellen und anderen Gewalterfahrungen oder von zu früher und strenger Sauberkeitserziehung kann in der Beckenbodenregion viel Spannung und Schmerz gespeichert sein.

Gesundheitsvorsorge

Ein ins Körperbewusstsein integrierter Beckenboden ist keine Selbstverständlichkeit. Durch jahrhundertlange Tabuisierung von Körperlichkeit und Sexualität ist vielen Menschen die Beckenregion mehr oder weniger „abhanden gekommen“. Der allgemein verbreitete Bewegungsmangel schwächt den Beckenboden ebenfalls und macht ihn unbeweglicher.
In der Beckenbodenarbeit geht es darum, Elastizität und Kraft gleichermaßen zu stärken, die Beckendurchblutung zu fördern und einen neuen Zugang zu der unterbelichteten Region des Körpers zu finden.
Mit Hilfe von Visualisieren, Hinspüren, Vorstellungsübungen, sanftem Pulsieren und anderen Übungen ist es möglich, sich dieser – vielen Menschen (noch) unbekannten – Region zu nähern. Die meisten Übungen sind einfach und lassen sich leicht in den Alltag integrieren.
Eine effektive Art des Übens ist die immer bewusstere Wahrnehmung des Beckenbodens bei alltäglichen Abläufen wie Atmen, Gehen, Stehen, Liegen, Hinsetzen und Aufstehen.
Zusätzlich zur Beckenbodenarbeit hat auch die Naturheilkunde verschiedene alternative Therapieverfahren anzubieten, mit denen Beckenbodenprobleme positiv beeinflusst werden können.